Bestürzung über Tod des mazedonischen Präsidenten

Chalupka: „Mazedonien verliert einen Mann der Versöhnung“ – Methodistischer Superintendent Pöll würdigt Trajkovskis Einsatz für Frieden

Wien, 26. Februar 2004 (epd Ö) Die Nachricht vom tragischen Tod des mazedonischen Präsidenten, Boris Trajkovski hat bei der Diakonie Österreich „große Bestürzung und Trauer“ hervorgerufen, so die evangelische Hilfsorganisation in einer Aussendung. „Mazedonien verliert einen Mann der Versöhnung zwischen den Ethnien und des sozialen Ausgleichs, die Diakonie Österreich einen aufrichtigen Partner und Unterstützer“, erklärt Diakonie-Direktor Michael Chalupka.

Auch die Methodistenkirche in Österreich zeigt sich bestürzt über den Tod des mazedonischen Präsidenten, der am Donnerstag bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. „Boris Trajkovski war ein engagiertes Mitglied und Laienprediger in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Mazedonien“, schreibt Superintendent Lothar Pöll in einer Aussendung und würdigt Trajkovskis Engagement für den Frieden.

Trajkovski war ein wichtiger Partner bei der Errichtung und Durchführung von Hilfsprojekten für Flüchtlinge in Mazedonien während des Kosovokrieges. Ebenso konnte, dank seiner Unterstützung, ein Diakonie-Zentrum in Strumica, im Süden Mazedoniens, errichtet werden.

Die Methodistenkirche, Mitglied der Diakonie, ist auch Trägerin des Diakonie-Zentrums in Strumica, zu dessen Hauptaufgaben Sozialbetreuung, Essen auf Rädern und Arbeit für Menschen mit Behinderungen gehört.

Im September 2002 war Trajkovski in Oslo mit dem Friedenspreis des Weltrates Methodistischer Kirchen ausgezeichnet worden.

ISSN 2222-2464