Bachler unterstreicht Chancen des Religionsunterrichts

Pfarrerin bzw. Pfarrer zu sein ist für Ingrid Bachler ein "wunderbarer Beruf", so die neugewählte Oberkirchenrätin bei der Pressekonferenz im Rahmen der Synode in St. Pölten. Foto: epd/Uschmann
Pfarrerin bzw. Pfarrer zu sein ist für Ingrid Bachler ein "wunderbarer Beruf", so die neugewählte Oberkirchenrätin bei der Pressekonferenz im Rahmen der Synode in St. Pölten. Foto: epd/Uschmann

Weiland lobt gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Frauen und Männern

St. Pölten (epdÖ) – „Pfarrerin sein ist ein wunderbarer Beruf. Ich bin stolz darauf, dass die Evangelische Kirche so großartige Pfarrerinnen und Pfarrer hat“, erklärte die designierte Oberkirchenrätin Ingrid Bachler bei ihrer Vorstellung im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten am 10. Dezember. Zwei Tage zuvor, am 8. Dezember, war Bachler von den rund 70 Delegierten der lutherischen Synode zur neuen Oberkirchenrätin für Personalangelegenheiten gewählt worden. Sie übernimmt am 1. September 2015 das Amt von Oberkirchenrätin Hannelore Reiner, die in den Ruhestand tritt.

Ihre zahlreichen Erfahrungen aus dem Bereich Schule und Pfarrgemeinde möchte Bachler in ihren neuen Arbeitsbereich mitnehmen, besonders der Religionsunterricht und seine Chancen seien ihr wichtig. Bachler, die derzeit noch Fachinspektorin für den evangelischen Religionsunterricht in Oberösterreich ist, möchte dementsprechend auch die Pfarrerinnen und Pfarrer im Schulunterricht stärken. „Bildung war und ist ein hohes Gut unserer Kirche. Pfarrerinnen und Pfarrer müssen gut ausgebildet sein, damit sie jungen Menschen Antworten geben können“, so die designierte Oberkirchenrätin. Bachler möchte dazu beitragen, dass geistliche AmtsträgerInnen ihren Beruf motiviert ausüben und so gute Arbeit leisten können.

„Es ist erfreulich, dass vier hervorragende Persönlichkeiten für das Amt kandidiert haben, darunter gleich drei Frauen. Das zeigt, dass in der Evangelischen Kirche in Österreich die Gleichberechtigung tatsächlich auf allen Ebenen und in allen Ämtern gegeben ist“, betonte Niederösterreichs Superintendent Paul Weiland, der auch Obmann des Nominierungsausschusses ist. „Mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagte Weiland. „Mir tut unsere römisch-katholische Schwesterkirche leid, weil sie diesen Teil von sich aus vernachlässigt.“ Kirchen, in denen Frauen und Männer nicht gleichberechtigt seien, würden jedenfalls etwas Wesentliches, nämlich das produktive und gute Miteinander, verlieren. „Wir können nur ermutigen: Es ist gut, dass wir gleichberechtigt zusammenarbeiten.“

Bilder zur Synode unter: foto.evang.at

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ISSN 2222-2464