Autofasten sparte heuer 2,7 Mio. Autokilometer

Aktion der Kirchen ließ 4300 Personen umsteigen

Graz (epd Ö) – An die 4300 Personen haben sich heuer an der Aktion „Autofasten“ der Katholischen und Evangelischen Kirche Österreichs beteiligt, die am Karsamstag zu Ende gegangen ist. Mit einem Anteil von nahezu der Hälfte der Autofastenden war die Steiermark, wo die Aktion 2005 in Österreich ihren Ausgang nahm, bei weitem am stärksten vertreten.

Wie Projektleiterin Hamma Opis-Pieber von der römisch-katholischen Diözese Graz-Seckau erklärte, seien im Zuge der am Aschermittwoch (17. Februar) gestarteten Aktion allein in der Steiermark durch 2100 Autofastende rund 25 Tonnen CO2 und 1,3 Mio. Autokilometer eingespart worden – analog zur Beteiligung belaufen sich die Einsparungen an Emissionen und Autokilometern österreichweit auf gut das Doppelte. Verglichen mit 2009, als 5700 Teilnehmende verzeichnet wurden, war der Zuspruch 2010 allerdings um einiges geringer.

Die Rückmeldungen der Autofastenden waren laut Opis-Pieber durchaus auch kritisch. So wurde wiederholt die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs, konkret der Intervalle, der Anschlusskoordination sowie der Bedienung an den Tagesrändern und am Wochenende gefordert.

Mit dem Autofasten ist es zu Ostern nicht unbedingt vorbei. Wer nicht aus eigenen Stücken gerade jetzt am Beginn der wärmeren Jahreszeit weiter auf Alternativen wie das Fahrrad setzt, kann sich in andere Mitmach-Aktionen einklinken, in der Steiermark etwa bei „Wer radlt, gewinnt“: Es geht darum, im Mai und Juni möglichst viele Arbeitswege mit dem Rad zurückzulegen. Dieses Format gibt es heuer mit Landesunterstützung auch für Schulen.

ISSN 2222-2464