Auto-Alternativen ausprobieren

Auch in diesem Jahr laden die Kirchen wieder dazu ein, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken. Foto: wikimedia/profDEH
Auch in diesem Jahr laden die Kirchen wieder dazu ein, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken. Foto: wikimedia/profDEH

Aktion „Autofasten“ für nachhaltige Mobilität

Mit der Aktion „Autofasten“ laden die Katholische und die Evangelische Kirche von Aschermittwoch bis Karsamstag dazu ein, das eigene Mobilitätsverhalten zu überprüfen und verstärkt zu Fuß zu gehen, Rad zu fahren, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Die Aktion verzeichnet seit Jahren ständig wachsenden Zuspruch. Wer sich beteiligt – im Vorjahr waren es bundesweit über 16.000 Personen – bemüht sich um umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternativen zum Auto. Es sei dies ein Beitrag, „das eigene Mobilitätsverhalten in Richtung Nachhaltigkeit zu gestalten, um auch den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu erhalten“, sagen die Umweltbeauftragten der Katholischen und der Evangelischen Kirche, die hinter der Aktion stehen.

Dass es ohne Auto geht, beweist auch der Wiener Superintendent Hansjörg Lein, der gänzlich ohne Dienstwagen auskommt: „Alternativ mobil sein – es ist möglich. Ganz besonders in den Städten.“ Neues Verhalten beginne im Kopf. In einer Aussendung betont Lein die Verantwortung gegenüber Mitgeschöpfen, Gott und dem Leben und ermuntert zu einem „ungewohnten Schritt“. „Sowohl wir als auch zukünftige Generationen haben das Recht und die Pflicht zum verantwortlichen Handeln. Welche Art der Mobilität wir wählen, ist nicht egal“, so der Superintendent.

Auch der römisch-katholische Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl bemüht sich, „Schöpfungsverantwortung auch im täglichen Leben ernst zu nehmen“, und wirbt zugunsten einer nachhaltigen Mobilität. Am „Autofasten“ beteiligt sich auch Krautwaschl selbst. „Autofasten ist ein Bestandteil eines zukunftsfähigen Lebensstils“, für den sich auch Papst Franziskus in seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ stark gemacht habe, sagt Krautwaschl: „Sofern es für mich möglich ist, mache ich meine Fahrten im Großraum Graz mit S-Bahn und Bim.“ Ein schöner Nebeneffekt dabei seien persönliche Kontakte und Begegnungen mit Menschen.

Am „Autofasten“ beteiligen sich auch regionale Verkehrsverbünde. Lust auf den Autoverzicht macht ein buntes Begleitprogramm mit Gewinnspielen, Fachvorträgen, Äpfel- und Folderverteilungen an Pendler und Autofahrer sowie einem „Fahrrad-Kaffee“ in Graz. In Feldkirch gibt es die Möglichkeit, gratis für eine Woche ein Elektro-Lastenrad auszuleihen, mit dem man im gesamten Rheintal unterwegs sein kann. Wer sich auf der Aktionshomepage anmeldet, erhält Zugang zu einem „Mobilitätskalender“ für den Eintrag eingesparter Autokilometer inklusive einem Rechner für CO2-Einsparungen. Als spezielles Zuckerl können Autofaster für die Aktionsdauer eine kostenlose Rechtschutz-, Haftpflicht- und Unfallversicherung abschließen.

Infos: www.autofasten.at

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ISSN 2222-2464