Ausstellung über christlichen Antijudaismus in der Kunst in Villach

Villach (epd Ö) – „Ecclesia und Synagoga“ ist der Titel einer Ausstellung über christlichen Antijudaismus im Spiegel der Kunst, die bis 23. November in der Evangelischen Auferstehungskirche Villach-Nord gezeigt wird. In der christlichen Kunst insbesondere des Mittelalters wird die „Ecclesia“ (lat. „Kirche“) vielfach als Siegerin dargestellt, die Synagoge, das Judentum, dagegen als Besiegte und Gedemütigte. Wie der Kärntner Diözesanbeauftragte für das christlich-jüdische Gespräch und Obmann des Evangelischen Bildungswerkes Kärnten/Osttirol, Pfarrer Ralf Stoffers, dazu mitteilt, macht die Ausstellung unbekannte Zeugnisse aus der Religions- und Kulturgeschichte zugänglich und versucht, die nötige Erinnerungsarbeit zu leisten. Sie will darstellen, dass „christliches Selbstverständnis unaufgebbar verbunden ist mit der theologischen Anerkennung des Judentums“.

Die Ausstellung wird organisiert vom Evangelischen Bildungswerk Kärnten/Osttirol in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Kärnten, der Superintendentur und dem Schulamt der Evangelischen Diözese Kärnten.

(Ecclesia und Synagoga, Ausstellung bis 23. November 2008, Evangelische Auferstehungskirche Villach-Nord, Adalbert-Stifter-Straße 21, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 13 Uhr, Donnerstag 17.30 bis 20 Uhr, Sonntag 12 bis 18 Uhr, weitere Termine nach Absprache: Tel. 0699/188 77 873), Eintritt frei

ISSN 2222-2464