Asyl: Diakonie begrüßt Einigung

Bund und Länder teilen sich die Kosten im Verhältnis 60:40

Wien, 19. November 2003 (epd Ö) Die Diakonie hat die am Dienstag erfolgte Einigung zwischen Bund und Ländern in der Asylbetreuung begrüßt. „Wir hoffen nun, dass nicht länger obdachlose Flüchtlinge unversorgt auf der Straße stehen müssen“, zeigt sich Diakonie-Direktor Michael Chalupka erleichtert über die Kompromisslösung. Die Landesfinanzreferenten verständigten sich am Dienstag darauf, einer Kostenaufteilung von 60 (Bund) zu 40 (Länder) zuzustimmen. Das Gesamtpaket soll bis 1. Dezember beschlussfertig sein.

„Die Diakonie und die anderen Hilfsorganisationen waren und sind bereit, den uns möglichen Anteil an der Betreuung der Flüchtlinge zu leisten. Ein großes Anliegen ist es uns, den Quartier gewährenden Bürgermeistern in den Gemeinden mit unserem Know-how beratend und helfend zur Seite zu stehen, um eine sorgfältige und reibungslose Unterbringung der Flüchtlinge zu ermöglichen“, unterstreicht Chalupka. Wichtig sei es unter anderem, die Flüchtlinge in adäquaten Gruppen unterzubringen, damit psychisch Kranken, alleinstehenden Frauen, Familien mit Kindern oder unbegleiteten Jugendlichen gezielt geholfen werden kann.

ISSN 2222-2464