Amtseinführung (2): Empfang im Palais Niederösterreich

„Erfolgsgeschichte Religionsunterricht“

Wien (epd Ö) Die Glückwünsche der für das Kultusamt zuständigen Bundesministerin Dr. Claudia Schmied überbrachte Univ.-Prof. Dr. Karl Schwarz. Der Ministerialrat würdigte in seinem Grußwort nach dem Gottesdienst zur Amtseinführung des neuen Oberkirchenrates das schulpolitische Engagement der Evangelischen Kirche, die Sinn stiftend in Staat und Gesellschaft wirke. Gerade in der derzeitigen Entwicklung der Gesellschaft sei die „religiöse Kompetenz“, die der Religionsunterricht vermittle, unerlässlich, so Schwarz.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte das Gremium des lutherischen Oberkirchenrates zum Empfang in das Palais Niederösterreich geladen. Ein buntes Programm mit zahlreichen persönlichen Elementen prägte das Fest für Oberkirchenrat Schiefermair, das die Vizerektorin der Kirchlich Pädagogischen Hochschule, Dr. Helene Miklas, und der Wiener Fachinspektor Prof. Dr. Alfred Garcia Sobreira Majer moderierten.

In einzelnen Schlaglichtern wurde über die Arbeitsbereiche Schiefermairs informiert. Der Fachinspektor für Salzburg-Tirol, Mag. Peter Pröglhöf, sprach von der „Erfolgsgeschichte Religionsunterricht“. Ohne das religiöse Element sei Bildung defizitär, Religionsunterricht werde erlebt als „Oase im Schulalltag“. Vielfach laufe er Gefahr, im Schulbetrieb „vergessen zu werden“, es sei daher wichtig, dass der Religionsunterricht in Kirche und Öffentlichkeit „eine Stimme bekommt“.

Dass in den einzelnen Pfarrgemeinden stärker bekannt werde, „was in den Werken passiert“, wünscht sich der Geschäftsführer des Evangelischen Hilfswerkes, Mag. Michael Bubik, der für den Bereich Diakonie sprach. Notwendig sei ein „gemeinsames Bewusstsein für Themen, die uns in der Diakonie bewegen“, damit Benachteiligte vom Rand in die Mitte geholt werden.

An das laufende Schwerpunktjahr unter dem Titel „Auf dem Weg der Umkehr“ erinnerte Mag. Roland Werneck von der Evangelischen Akademie Wien, der die Programmangebote koordiniert. Vor allem um den 9. November, den 70. Jahrestag des Novemberpogroms, seien mehrere Gedenkveranstaltungen geplant. Einblick in die Spiritualität Karl Schiefermairs bot die Mödlinger Theologin Mag. Barbara Rauchwarter, die mit Schiefermair längere Zeit eine Bibelrunde gestaltete.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Bläser und ein Kinderchor der Johann Sebastian Bach Musikschule, das integrative Ensemble „Canzonetta“ des Diakoniewerks Gallneukirchen, die Perchtoldsdorfer Kindervolkstanzgruppe „Kikeriki“, bei der Schiefermair am Kontrabass zu hören war, und 10 ReligionslehrerInnen, die ein Wienerlied darboten. Abgerundet wurde das Fest mit einem Kabarett der FachinspektorInnen.

ISSN 2222-2464