Am Freitag „Ökumenischer Jugendkreuzweg“ in Wien

Hunderte Jugendliche unterschiedlicher christlicher Konfessionen werden erwartet – Sie ziehen von der Lutherischen Stadtkirche zur Kalvarienbergkirche

Wien (epd Ö) – Hunderte Jugendliche unterschiedlicher christlicher Konfessionen werden am Freitag, 25. März, in Wien zum Ökumenischen Kreuzweg erwartet. Nach der Eröffnung in der Lutherischen Stadtkirche in der Dorotheergasse 18 um 18 Uhr führt der Weg über „Stationen“ an der Dreifaltigkeitssäule, vor dem Parlament, an der Universität und vor dem St. Anna-Kinderspital zur Kalvarienbergkirche. Mit einem großen bunten Kreuz an der Spitze gehen die Jugendlichen unter dem Schutz der Verkehrspolizei, streckenweise auch mit Gesängen und Gebeten, von Station zu Station. An den Stationen stehen die „Ich-bin-Worte“ Jesu im Mittelpunkt. Durch Symbole, Texte und Lieder soll die Aktualität der Botschaften Jesu verdeutlicht werden. In Hernals werden die Jugendlichen von der Musik der Jugend der Kalvarienbergkirche empfangen. Zum Abschluss gibt es eine Agape in den Räumen der Pfarre.

Die Jugendlichen nehmen damit heuer bereits zum dritten Mal eine Tradition wieder auf, die von der „action 365“ begründet wurde. Die ökumenisch ausgerichtete „action 365“ hatte den Ökumenischen Kreuzweg aus der Innenstadt nach Hernals ins Leben gerufen, um daran zu erinnern, dass dieser Weg sowohl für die Katholiken als auch für die Evangelischen große historische Bedeutung hat. Die Evangelischen waren in der Zeit der Reformation aus der Innenstadt nach Hernals gepilgert, weil dort reformatorischer Gottesdienst gehalten werden konnte; in der Zeit der katholischen Reform wurde die Kalvarienbergkirche ein beliebtes Wallfahrtsziel. Der „action 365“ ging es darum, diese gegensätzlichen historischen Erinnerungen im Sinn der „versöhnten Verschiedenheit“ zu aktualisieren.

Der Jugendkreuzweg ist eine Veranstaltung des Ökumenischen Jugendrats. Mitglieder im Jugendrat sind die Katholische Jugend und Jungschar, die Evangelische Jugend A.B. und H.B., die Methodistische Jugend, die Baptistische Jugend, die Altkatholische Jugend, die Syrisch-orthodoxe Jugend und die Evangelische Hochschulgemeinde. Beobachterin ist die Neuapostolische Jugend.

ISSN 2222-2464