Adelige Macht und Religionsfreiheit: Kirchengeschichtliche Ausstellung in Horn

Der „Horner Bund“ führte zu Zugeständnissen in der Gegenreformation

Horn (epd Ö) – Dem „Horner Bund“, einem für die Geschichte des österreichischen Protestantismus in der Gegenreformation entscheidenden Vertrag, ist eine Ausstellung gewidmet, die derzeit in den Museen der Stadt Horn zu sehen ist. Die Ausstellung stellt das Zustandekommen und die Auswirkungen des vor 400 Jahren, am 3. Oktober 1608, zwischen 166 niederösterreichischen Adeligen abgeschlossenen Vertragswerkes dar. Zugleich war ein entsprechendes Bündnis mit den oberösterreichischen Landständen unterzeichnet worden. Ziel des Horner Bundes war die Verteidigung der Rechte der Adeligen, insbesondere der Religionsfreiheit im Lande, gegen den Habsburger Matthias als den Landesherrn. Zähe Verhandlungen endeten ein halbes Jahr später mit landesfürstlichen Zugeständnissen.

Die Ausstellung, die diesen Prozess mit interessanten Leihgaben, darunter das Original der Bundesurkunde, sowie mit Schautafeln und Bildern dokumentiert, stellt auch die Stadt Horn sowie die benachbarte Rosenburg als Schauplätze des Geschehens ausführlich dar.

Die Idee zur Ausstellung mit dem Titel „Adelige Macht und Religionsfreiheit. 1608 – der Horner Bund“ stammt von dem emeritierten Professor für Kirchenrecht an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Dr. Gustav Reingrabner, der auch die wissenschaftliche Leitung innehat. Die Ausstellung, zu der ein Begleitbuch erhältlich ist, ist bis 2. November, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr geöffnet, im Jahr 2009 vom 1. April bis 2. November täglich von 9 bis 18 Uhr. Näheres unter Tel. 02982/23 721, www.hoebarthmuseum.at, E-Mail: ta.no1511462028a@nro1511462028h.mue1511462028sum1511462028

ISSN 2222-2464