Abenteuer Spiritualität

Evangelische Kirche A.B. startet in das „Jahr der Spiritualität“

Wien (epd Ö) – Vom „Jahr der Spiritualität“ erhofft sich der evangelisch-lutherische Bischof Mag. Herwig Sturm „einen wachsenden Wegemut für das Abenteuer Spiritualität“. Unter diesem Titel begeht nämlich die evangelisch-lutherische Kirche das aktuelle Arbeitsjahr. Offizieller Start war der Reformationstag. Geplant sind zahlreiche lokale, regionale und auch diözesan-übergreifende Veranstaltungen, die sich mit dem Thema „Spiritualität“ auseinander setzen und hier spezifische Programme anbieten. Am „Jahr der Spiritualität“ beteiligen sich viele Gemeinden, Einrichtungen, Vereine und Initiativen im Bereich der Evangelischen Kirche. Das Programmangebot reicht von „literarischen Wanderungen“ in Oberösterreich über „spirituelle Entdeckungsreisen“ (Kärnten) bis hin zur „Gebetsnacht“ und den „Gedanken für die Nacht“ in Wien. Das Thema Spiritualität bestimmt aber auch mehrere Pfarrkonferenzen und Superintendentialversammlungen. In Salzburg/Tirol soll das Thema in das nächste Gustav-Adolf-Fest einfließen. Für ganz Österreich wird ein Fest am 5. und 6. Mai 2005 in Gallneukirchen den Schwerpunkt „Spiritualität und Diakonie“ setzen.

Vielfalt und Buntheit evangelischer Spiritualität

Koordiniert werden die Projekte von Pfarrerin Dr. Ingrid Vogel aus Wien-Hetzendorf. Die „Beauftragte für Spiritualität und Meditation“ zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Start beim „Gottesdienstlichen Fest für alle Sinne“, das am Reformationstag in Wien-Gumpendorf stattfand und von rund 200 Personen besucht wurde. Das Fest habe einiges von der „Vielfalt und Buntheit“ evangelischer Spiritualität spüren lassen, betonte Vogel gegenüber epd Ö. Vom Jahr der Spiritualität erwartet sich Vogel „die Möglichkeit, die eigenen Wurzeln von Frömmigkeit wieder zu entdecken, neue und vielleicht ungewohnte Formen zu erproben und eine Vernetzung dessen zu schaffen, was in den unterschiedlichen Gemeinden und Gruppen schon alles gelebt wird“.

Spiritualität, für Vogel „das Leben aus dem Geist Gottes im Alltag dieser Welt“, sei „immer ein Abenteuer“. Neben allen wichtigen Struktur- und Organisationsfragen in unserer Kirche soll dieses „Bedenkjahr“ die Möglichkeit schaffen, „auf das Eigentliche von Kirche und Glaube ein besonderes Augenmerk zu legen“. Impulse aus der konzentrierten Beschäftigung mit dem Thema zeigten bereits jetzt ihre Früchte. Vogel: „Wir erhoffen uns, dass unsere Kirche wieder eine spirituelle Kirche wird, in der Glaube und Leben in alle Bereichen durchdringen.“

Infos: spiritualitaet.evang.at

ISSN 2222-2464