9000 Menschen beteiligten sich heuer am „Autofasten“

Doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr beteiligten sich heuer am "Autofasten".
Doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr beteiligten sich heuer am "Autofasten".

Doppelt so viele Unterstützer wie im Vorjahr – Forderung nach Verbesserung bei „Öffis“

Graz (epd Ö) – Mit 9000 Personen haben sich heuer doppelt so viele Menschen wie im Vorjahr an der Initiative „Autofasten“ der katholischen und evangelischen Kirche beteiligt. Die Teilnahme sei für viele bereits „zur liebgewonnenen Tradition geworden“, erklärte Organisatorin Hemma Opis-Pieber, Umweltreferentin der Diözese Graz-Seckau, in einer Bilanz. Die am Aschermittwoch gestartete Aktion ging am Karsamstag zu Ende.

Mit ein Erfolgsgeheimnis könnte die heuer erfolgte Vereinfachung des Zugangs durch Umstieg auf ein Unterstützersystem sein: So war es für „Stammfaster“ nicht mehr notwendig, sich neu anzumelden. Die seit 2005 durchgeführte Initiative kommt ursprünglich aus Deutschland und verknüpft den Verzicht aufs Auto mit Schöpfungsverantwortung und dem – möglichst nachhaltigen – Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität. Dabei reicht die Palette vom Carsharing bis zum Urlaub mit „Öffis“ und der Wiederentdeckung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel bis zum gemeinsam mit den Kindern absolvierten Fußweg zur Schule.

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bleiben – wie viele kritische Rückmeldungen zeigten – Wünsche hinsichtlich der Gestaltung des öffentlichen Verkehrs offen: Erforderlich seien ein verdichteter Fahrtakt, besser koordinierte Anschlüsse und kundenfreundlichere Verbindungen an Tagesrändern und Wochenenden vor allem im ländlichen Raum. Auch die Veranstalter unterstreichen, dass „eine nachhaltige Lösung der Verkehrsproblematik nur durch eine konsequente Förderung des öffentlichen Verkehrs erzielbar“ sei. Noch weiter geht eine langjährige Autofasterin: „Wir alle, besonders unsere Kinder, profitieren von einer autofreieren Zukunft. Die öffentlichen Verkehrsmittel sollten für alle frei zugänglich sein. Finanzieren könnte man das mit der Mineralölsteuer.“

Andere Teilnehmer berichten z.B. über die „ganz neue und wunderschöne Erfahrung“, seit Aschermittwoch täglich 3,3 Kilometer zu Fuß zur Arbeit zu gehen, oder über die Freude der Kinder, mit dem Bus zum Kindergarten zu fahren. (Infos: www.autofasten.at)

ISSN 2222-2464