53 NotfallseelsorgerInnen in Oberösterreich eingeführt

Im Dienst an den Menschen in Not

St. Florian (epd Ö) – Dass Notfallseelsorge ein „hohes Amt“ ist und NotfallseelsorgerInnen die wichtige Fähigkeit des Zuhörens, der Zuwendung und des Begleitens von Menschen in Not besitzen, hob Bischof Mag. Herwig Sturm am 31. März in einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche St. Florian hervor. In dem Gottesdienst, in dem 49 römisch-katholische und vier evangelische oberösterreichische NotfallseelsorgerInnen zu ihrem Dienst beauftragt wurden, sagte der Bischof, der ökumenische Segen verbinde die NotfallseelsorgerInnen in der Zusage Gottes, die laute: „Du bist nicht allein im Dienst an den Menschen in Not.“

Wie Bischofsvikar Wilhelm Vieböck betonte, dürfen die Kirchen in Zeiten zunehmender Professionalisierung mit ihrer seelsorgerlichen Kompetenz „nicht zurückbleiben“. Ausbildung und Einsatz der NotfallseelsorgerInnen geschehen, so der Linzer Pastoralamtsdirektor, in ökumenischer Verbundenheit zwischen der Evangelischen und der Römisch-katholischen Kirche.

Auch Landesfeuerwehrkommandant Johann Huber begrüßte die Unterstützung der NotfallseelsorgerInnen, die auf Grund einer Kooperationsvereinbarung nunmehr eng mit den Feuerwehrkuraten zusammenarbeiten. Huber: „Mensch und Technik sind nicht unfehlbar. Täglich sind wir mit Leid und Schmerz konfrontiert. Hilfe für Leben, Hab und Gut, aber auch für die Seele ist so in guter Weise möglich.“

Flächendeckendes Angebot

Wie der evangelische Landesleiter der Notfallseelsorge für Oberösterreich, Pfarrer Mag. Martin Brüggenwerth, gegenüber epd Ö erklärte, kann nach der Amtseinführung der 53 MitarbeiterInnen Notfallseelsorge in ganz Oberösterreich flächendeckend angeboten werden. „Das“, so Brüggenwerth, „ist mir wichtig, weil die Kirchen hier zeigen, wir werden unserem Auftrag, uns den Menschen in Not zuzuwenden, gerecht.“ Dabei gehe es „nicht um die eigene Pfarrgemeinde oder die jeweiligen Kirchen, sondern unabhängig von Konfession, Religion oder Weltanschauung um die Menschen, die in diesem Augenblick Hilfe brauchen“.

ISSN 2222-2464