50 Millionen Euro jährlich als Vermächtnis gespendet

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ pflanzte am 6. April im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. (Foto: Diakonie)
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ pflanzte am 6. April im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. (Foto: Diakonie)

Initiative „Vergissmeinnicht.at“ setzte Zeichen des Danks im Wiener Volksgarten

Wien (epdÖ) – Testamentsspenden werden bei den Österreichern immer beliebter. Laut Aussendung der Aktion „Vergissmeinnicht.at“ würden im Schnitt jährlich 50 bis 55 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen in Form von Vermächtnissen gespendet. TestamentsspenderInnen würden damit gemeinnützige Projekte nachhaltig sichern und die Zukunft für kommende Generationen mitgestalten. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ am 6. April im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Auch die Diakonie Katastrophenhilfe, der Diakonie Flüchtlingsdienst, Brot für die Welt und die Kindernothilfe Österreich nahmen an der Aktion teil.

Fast zehn Prozent des gesamten Spendenaufkommens in Österreich (625 Mio. Euro 2016) seien bereits Testamentsspenden. „Mit 50 bis 55 Millionen Euro jährlich haben die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen ein beeindruckendes Niveau erreicht. Jeder zehnte Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, erfreut. „Rund 14 Prozent der über 40-Jährigen können es sich laut Umfrage des Market-Instituts vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – und es werden erfreulicherweise mehr“,erklärt Lutschinger.

Für TestamentsspenderInnen seien der „gute Wille“ und die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, die wichtigsten Motive. Zudem bestehe vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht. Was Spenden bewirken können, stellt auch Diakonie-Direktor Michael Chalupka eindrucksvoll dar: „Mit einem Nachlass können wir unseren Diakonie Katastrophen-Hilfsfonds speisen, der das Überleben von Menschen unmittelbar nach einer Naturkatastrophe sowie bei Krieg oder Vertreibung sichert.“

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.

ISSN 2222-2464