19.000 Kinder in Haiti auf Hilfe angewiesen

Mit Unterstützung aus Österreich würden schrittweise erdbebensichere Schulen errichtet. Insgesamt könne nach Fertigstellung der Schulen 4000 Kindern der Zugang zu Bildung ermöglicht werden. (Foto: Kindernothilfe Österreich)
Mit Unterstützung aus Österreich würden schrittweise erdbebensichere Schulen errichtet. Insgesamt könne nach Fertigstellung der Schulen 4000 Kindern der Zugang zu Bildung ermöglicht werden. (Foto: Kindernothilfe Österreich)

Kindernothilfe Österreich und Diakonie helfen bei Wiederaufbau

Port-au-Prince (epdÖ) – Kindernothilfe und Diakonie Katastrophenhilfe erinnern in aktuellen Aussendungen an den Jahrestag des verheerenden Erdbebens in Haiti vom 12. Jänner 2010. Fast drei Jahre nach dem Beben benötigten die zahlreichen Opfer, darunter 19.000 Kinder und Jugendliche, Unterstützung und Hilfe.

Mit Unterstützung aus Österreich würden schrittweise erdbebensichere Schulen errichtet, so die Kindernothilfe. Die lokale Bevölkerung werde in die Wiederaufbaumaßnahmen aktiv einbezogen und habe so Gelegenheit, für die Familie Geld zu verdienen. Insgesamt könne nach Fertigstellung der Schulen 4000 Kindern der Zugang zu Bildung ermöglicht werden.

Im Südwesten Haitis, der vor einigen Wochen zusätzlich vom Tropensturm Sandy in Mitleidenschaft gezogen wurde, steht die Kindernothilfe den Kleinbauernfamilien mit Lebensmitteln, Nutztieren und Werkzeug zur Seite. Im ländlichen Haiti unterstützt sie zusätzlich den Aufbau von 120 Selbsthilfegruppen. Damit werden Familien auf ihrem Weg aus der Armut unterstützt. Durch die Schulbildung der Kinder und einkommenssichernde Maßnahmen werden die Menschen befähigt, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

„Unser Ziel ist es, dass sich die Menschen in Haiti besser gegen die Folgen von Naturkatastrophen schützen können“, erklärt Michael Chalupka von der Diakonie. Dazu gehören auch Programme zur Wiederaufforstung, denn die starke Abholzung im Land hat zu Bodenerosion geführt: Nach Wirbelstürmen spülen Regen- und Schlammlawinen Felder und Ernten einfach weg. Seit dem Hurrikan ist die Versorgungslage noch immer angespannt. Deshalb hat die Diakonie Katastrophenhilfe ihre Projekte zur Ernährungs- und Einkommenssicherung ausgeweitet.

Das schwere Erdbeben vom 12. Jänner 2010 hat über 316.000 Todesopfer gefordert. Über 310.000 weitere Personen wurden verletzt und schätzungsweise 1,85 Millionen Menschen obdachlos. Insgesamt sind etwa 3,2 Millionen Menschen, rund ein Drittel der Bevölkerung Haitis, von der Naturkatastrophe betroffen.

ISSN 2222-2464