16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen

Die humanitäre Situation in Syrien ist dramatisch. Viele Familien sind seit Jahren auf der Flucht. Foto: Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe
Die humanitäre Situation in Syrien ist dramatisch. Viele Familien sind seit Jahren auf der Flucht. Foto: Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe

Vier Jahr Bürgerkrieg in Syrien – Diakonie erbittet Spenden

Wien (epdÖ) – Nach vier Jahren Bürgerkrieg sind bisher mehr als 3,8 Millionen Menschen aus Syrien in die Nachbarländer Jordanien, Libanon, Irak und Türkei geflüchtet. In Syrien selbst sind laut UN-Angaben mehr als 12,2 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

„Die humanitäre Situation in Syrien ist dramatisch. Viele Familien sind seit Jahren auf der Flucht und leben in großer Angst. Sie können den Alltag ohne humanitäre Hilfe kaum noch bewältigen. Die Lebensbedingungen sind nur schwer zu begreifen – die Bilder in den Medien können das Leid vor Ort nicht vollständig erfassen“, berichtet Mark Ohanian, Programmleiter der International Orthodox Christian Charities (IOCC), einer lokalen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe.

„Unser Partner IOCC ist seit dem Ausbruch der humanitären Krise 2012 in der Region aktiv und ist eine der wenigen NGOs die auch auf syrischem Boden Hilfe leisten“, sagt Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Österreich. 
Wo genau Hilfe geleistet werden kann, sei stark von der aktuellen Sicherheitslage abhängig. Die Partnerorganisation in Syrien registriere bedürftige syrische Familien und versorge sie unter anderem mit Nahrungsmittel, Hygienekits, Kleidung, Decken und Küchenbedarf, um den Alltag zu erleichtern.

„Als christliches Hilfsnetzwerk genießen wir großes Vertrauen in der lokalen Bevölkerung. Unsere Mitarbeiter sind alle selbst Syrer und Syrerinnen und eng mit den Menschen in ihrer Not verbunden“, erklärt Ohanian, der zum humanitären Kongress am 6. März in Wien war. Die Partnerorganisation IOCC arbeitet mit lokalen christlichen Kirchen zusammen, die schon vor der Katastrophe Orte waren, wo der lokalen Bevölkerung soziale Dienste angeboten wurden. Deshalb wisse die Bevölkerung, dass Ihnen dort unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit geholfen wird. Das ermögliche dem Partner der Diakonie den Zugang, um im Bürgerkrieg überhaupt humanitäre Hilfe leisten zu können. „Die jüngsten Übergriffe auf assyrisch-christliche Dörfer im Nordosten des Landes zeigen jedoch wie gefährlich die Lage vor Ort ist“, betont Ohanian.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt seit 2012 Projekte in Jordanien, dem Libanon, der Türkei und im Irak, seit 2013 auch Projekte auf syrischem Boden. Über das Hilfsnetzwerk seien bisher rund 620.000 Menschen erreicht werden. Besonderer Fokus liegt dabei auf den Bereich der Nothilfe (Bereitstellung von Unterkünften, Kleidung, Decken, Öfen und Kohle, Nahrungsmitteln Hygieneartikeln und anderem Alltagsbedarf) sowie der psychosozialen Unterstützung und Unterstützung von Kindern und Erwachsenen im Bereich der schulischen Aus- und Weiterbildung, heißt es seitens der Diakonie. Spenden werden erbeten unter: Diakonie Katastrophenhilfe, IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333, BIC: GIBAATWWXXX

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ISSN 2222-2464