100 Jahre Evangelisches Krankenhaus Wien

Superintendent Horn und Weihbischof Krätzl weihten neuen Behandlungs- und Bettentrakt ein

Wien, 4. April 2001 (epd Ö) Sein 100jähriges Bestehen beging das Evangelische Krankenhaus in der Wiener Schopenhauerstraße mit einem Festakt am Montag, 2. April. Anlässlich des Jubiläums weihten Superintendent Mag. Werner Horn und Weihbischof DDr. Helmut Krätzl einen neuen Behandlungs- und Bettentrakt ein.

Horn erinnerte in seiner Ansprache an die Frauen und Männer, die durch ihren Einsatz das Krankenhaus geprägt haben. „Wir erbitten Gottes Segen für all die, welche heute und in Zukunft in diesem Haus arbeiten werden,“ so der Superintendent. Dass das Leiden sich immer auf den ganzen Menschen auswirke, erklärte Krätzl. „Möge in diesem Haus immer der ganze Mensch gesehen, versorgt und wenn möglich geheilt werden“, sagte der Weihbischof.

„Der persönliche Einsatz der Ärzte und Schwestern ist ein Garant, dass das Haus seit 100 Jahren im Dienste der Kranken und Heilung Suchenden steht,“ konstatierte der Generalsekretär des Evangelischen Krankenhausvereins, Dr. Erich Sieber. Zusammen mit dem Haus in der Rossauer Lände verfüge das Krankenhaus inzwischen „über 15.000 Patienten jährlich“, bei einer Anzahl von 284 Betten. In nur 14 Monaten, betonte Sieber, sei es gelungen, den neuen Trakt fertigzustellen. Der Generalsekretär erinnerte mit einer Gedenkminute an den kürzlich unerwartet verstorbenen Präsidenten des Evangelischen Krankenhausvereins Wien, Arch. DI Helmut Hehn-Wied.

Auf das gleichzeitige 10-jährige Jubiläum des neuen Hauses in der Schopenhauerstraße verwies Primarius Univ.Prof. Dr. Gerald Pflüger. Er machte deutlich, dass das Haus „alle Erwartungen übertroffen“ habe und zu einem „anerkannten und vielfältigen Werk“ geworden sei. Pflügers Wunsch für die Zukunft: „Ich wünsche mir weiterhin, dass alle am gleichen Strang ziehen und zusammen zum Wohle der Patienten arbeiten.

Bei der Festveranstaltung, durch die der TV-Moderator Dieter Chmelar führte, übergab die Künstlerin Mo Stadler eine Metallskulptur an Sieber und Pflüger. „Sie soll die Freude und Seele des Hauses sein und das Vertrauen zwischen Arzt, Patient und Schwester symbolisieren,“ betonte Stadler.

ISSN 2222-2464